Tiervermittlung

„Ich möchte ein Tier adoptieren – wie läuft das ab?“

Der Ablauf in 4 Schritten

Wir möchten euch hier einen genauen Einblick in den Ablauf einer Tiervermittlung geben. Wir können bei keinem Fall und zu keiner Zeit davon abweichen, damit wir immer garantieren können, dass das Tier und die Familie auf Dauer zusammenpassen und es keine bösen Überraschungen gibt. Wir bitten euch deshalb, vor einer Kontaktaufnahme bezüglich einer Adoption, die unten aufgeführten Schritte gründlich durchzulesen und nochmal darüber nachzudenken.


♦ Schritt 1: „Welches Tier ist das richtige für mich?“

Steht der Wunsch nach einer Adoption fest, klären wir vorab in einem Gespräch, ob die ausgesuchte Tierart bzw. das Tier für den zukünftigen Halter geeignet ist. Es können Fragen und Vorstellungen von beiden Seiten abgeglichen werden, damit am Ende des Gespräches zunächst alles wichtige geklärt ist. Die Informationen über unsere Abgabetiere können vorab per : Telefon – auf der Website – über Facebook – oder persönlich bei uns – eingeholt werden.

♦ Schritt 2: „Die Vorkontrolle“

Da wir die Verantwortung für das zu vermitteltende Tier haben, findet immer eine persönliche Vorkontrolle im potentiellen neuen Zuhause des Tieres statt. Dort lernen wir den zukünftigen Halter und das neue Zuhause kennen und überprüfen die Eignung zur Tierhaltung. Diese Kontrolle erfolgt nach Terminabsprache und ist bei allen verantwortungsvollen Vereinen eine unumgängliche Standardvorgehensweise. Sollte von unserer und der Seite der Adoptivfamilie alles passen, kann der nächste Schritt in Angriff genommen werden.

♦ Schritt 3: „Die Übergabe des Tieres“

Um das Tier mit in sein neues Zuhause nehmen zu können, wird ein Schutzvertrag mit uns gemacht. Dort werden neben allgemeinen Daten zum Tier und zu den neuen Haltern, auch nochmal die Rechte und Pflichten die damit einhergehen geklärt, und alles mit Unterschriften besiegelt.
Deshalb ist es wichtig bei der Übergabe einige Dinge mitzubringen:

  • Der Personalausweis ist unabdingbar, damit alle Daten abgeglichen werden können.
  • Bei der Abgabe von Hunden in eine Mietwohnung, ist eine Vermieterbescheinigung von Nöten, dass die Hundehaltung erlaubt ist.
  • Die vorher vereinbarte Schutzgebühr ist in bar mitzubringen oder vorher nach Absprache zu überweisen
  • Tierzubehör für den Transport: Leine, Halsband, Geschirr, Transportbox (diese Dinge können nicht vom Verein gestellt werden)

Wenn alles unterzeichnet, bezahlt und geklärt ist, kann das neue Familienmitglied mitgenommen werden und Schritt 3 ist abgeschlossen.

♦ Schritt 4: „Die Nachkontrollen“

Innerhalb von 3 Monaten findet im neuen Zuhause eine Nachkontrolle statt. Diese Kontrolle wird nicht angekündigt! Damit wollen wir sicher gehen, dass es dem vermittelten Tier gut geht. Bei dieser Gelegenheit können neu entstandene Fragen des Halters besprochen werden (natürlich auch jederzeit per Telefon/Mail) und man kann sehen, ob sich das Tier gut eingelebt hat.


Zusätzliche Informationen zur Tiervermittlung / FAQ

Warum brauche ich bei Hunden eine schriftliche Vermieterbestätigung?
Falls der Vermieter den Hund nicht duldet, muss er wieder zurück ins Tierheim. Diesen Stress und die Entäuschung wollen wir allen Beteiligten auf jeden Fall ersparen.

Kann ich das Tier nach allen Vermittlungsschritten sofort mitnehmen?
Ja, grundsätzlich kann man das schon, jedoch muss jede Abgabe da gesondert betrachtet und bewertet werden. Gerade in Ausnahmefälle, wie z.B. bei schwierigen Hunden ist es nicht so einfach – hier ist es sinnvoll, zunächst öfter mal Gassi zu gehen bzw. mit unserem Hundetrainer zu arbeiten.

Warum muss ich, als Person die das Tier dann aufnimmt, bei der Vorkontrolle persönlich anwesend sein?
Wir möchten den Neubesitzer auf jeden Fall persönlich kennen lernen, damit wir die Sicherheit haben, dass das Tier auch wirklich gewollt und passend ist.

Warum sind nicht alle Hunde kastriert?
Da man lt. Tierschutzgesetz (nach § 6 Abs. 1) Hunde nicht ohne medizinische Indikation kastrieren lassen darf.

Warum muss ich eine Schutzgebühr bezahlen?
Wir bitten um Verständnis, dass der Verein – ebenso wie alle anderen deutschen Tierschutzeinrichtungen – Gebühren bei der Vermittlung und Aufnahme von Tieren erhebt. Diese Gebühr deckt einen Teil unserer Pflegekosten, dient aber auch zum Schutz der Tiere.
Viele Menschen schaffen sich ein Haustier an, ohne sich vorher ausreichend Gedanken darüber zu machen, welche Verantwortung damit verbunden ist. Wir nehmen diese Verantwortung, unseren Schützlingen gegenüber, sehr ernst: Wir suchen einen passenden Menschen für das Tier und nicht umgekehrt!

Die erhobene Schutzgebühr ist somit nicht nur eine Aufwandspauschale, sondern auch eine Hürde für leichtfertige Entscheidungen.
Die entrichtete Gebühr hilft uns, eine gute Betreuung und Versorgung der unzähligen Tiere die wir betreuen und vermitteln, zu gewährleisten. Unsere Tiere werden mindestens einer tierärztlichen Untersuchung unterzogen, entwurmt, entfloht, gefüttert, liebevoll betreut und zusätzlich nach Möglichkeit auch kastriert, gechippt und geimpft. Manche Tiere kommen schwer krank oder verletzt zu uns, sodass sie über einen längeren Zeitraum intensiv versorgt werden müssen, bevor wir sie vermitteln können.

Die Höhe des Betrags ist in keinster Weise eine Festsetzung des materiellen Wertes eines Tieres! Ein Tier ist keine Sache, die monetär zu erwerben ist.